OSCAR BROSE

Oscar Brose (14), geboren in Hannover und wohnhaft in Essen, wurde vom Leiter seiner Theatergruppe auf das öffentliche Casting von Adolf Winkelmann aufmerksam gemacht, der auf diese ungewöhnliche Weise den Hauptdarsteller für seinen Kinofilm suchte. Als Oscar nach vielen Recalls, die sich über drei Monate hinzogen, erfuhr, dass er sich gegen mehrere Konkurrenten durchgesetzt hatte, sei er „total geflasht“ gewesen, wie er sagt. Für ihn war es seine erste Filmrolle; bei JUNGES LICHT hatte er 32 Drehtage.

„Die Dreharbeiten zu diesem Film haben mir sehr viel Spaß gemacht“, erzählt er. „Manche Szenen waren anstrengend, wie etwa die, in der ich zehn Mal hintereinander ein Wurstbrot essen sollte, oder die Szenen mit dem Hund – der hat immer gekratzt. Unangenehm fand ich den Moment mit Herrn Gorny im Kohlenkeller, da war es so düster. Mit Charly Hübner habe ich am liebsten gespielt, vor allem die Szenen auf dem Balkon, wenn wir allein waren.“

Adolf Winkelmann war erstaunt, dass dem damals 13-Jährigen selbst mehrfache Wiederholungen überhaupt nicht schwer fielen: „Sein Spiel hatte bei jedem Take nie an Frische verloren.“ Und Oscar ergänzt: „Durch die Wiederholungen habe ich gelernt, dass man aus einer Szene noch viel mehr herausholen kann, damit sie noch besser gespielt ist.“ Er habe ein wenig gebraucht, um zu verstehen, warum der Ton innerhalb seiner Filmfamilie so rau war, und warum das Vater-Sohn-Verhältnis einerseits „so innig“, andererseits „nicht wirklich tief“ geht. Oscar: „Die geben sich niemals einen Abschiedskuss oder zeigen sich fröhlich, wenn sie sich sehen. Das kenne ich von meinem Zuhause ganz anders, aber es war wohl damals in der Zeit in vielen Familien so.“

Trailer
Trailer
X