ADOLF WINKELMANN

Adolf Winkelmann, geboren 1946, aufgewachsen zwischen „Kohle und Stahl“ im Ruhrgebiet, absolvierte zunächst ein Kunststudium in Kassel. Ende der 60er-Jahre galt er als einer der Protagonisten des europäischen Experimentalfilms. Seine Filme wurden unter anderem auf Festivals in Knokke, Rotterdam, New York und Paris gezeigt. 1975 kehrte Adolf Winkelmann zurück ins Ruhrgebiet. Nach einer Reihe von Fernseharbeiten entstand 1978 sein erster Kinospielfilm DIE ABFAHRER.

Adolf Winkelmann über JUNGES LICHT:

„JUNGES LICHT hat mich vom ersten Satz an fasziniert. Keine Figur, keine Szene, die mich nicht sofort an meine eigene Kindheit erinnert hätte. Der Großvater, der im Stahlwerk so viel Sprudelwasser trinken und mit nach Hause nehmen durfte, wie er wollte, Lehrer, die immer von denselben Kriegserlebnissen erzählten, die Straße vor dem Haus, wo wir mit einem echten Lederball Fußball spielten, der Hinterhof mit den Teppichstangen, wo die Sportlichen turnten und die unsäglich angstbesetzte Enge im Dreckloch der Republik. Ich habe Filme im und über das Revier gemacht: DIE ABFAHRER, JEDE MENGE KOHLE, NORDKURVE. JUNGES LICHT hat mir vor Augen geführt, dass ich das, worum es mir wirklich geht, noch gar nicht erzählt habe.“

Filmografie (Auswahl):

1978     DIE ABFAHRER, Kino
1981     JEDE MENGE KOHLE, Kino
1992     NORDKURVE, Kino
1996     DER LETZTE KURIER, TV-Zweiteiler
2007     CONTERGAN – EINE EINZIGE TABLETTE, TV-Zweiteiler

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